Monheim am Rhein... nie gehört!

was eigentlich nicht verwundern dürfte, denn der Rhein ist lang und Monheim stellt mit seinen 43.961 Seelen (stand aug.2001) nicht gerade das Zentrum der Galaxien dar. Wer aber schon von Köln nach Düsseldorf und vice versa die Autobahn entlanggedonnert ist, wird sicherlich auf halber Strecke die Abfahrt "Monheim" (von der es sogar zwei gibt!) , im Augenwinkel gesehen haben.

Nicht etwa, daß hier der Bär steppte oder der Papst im Kettenhemd boxte: Eher im Gegenteil, denn vor allem an Wochenenden werden Ihnen etliche Monheimer auf der Autobahn entgegenkommen, um auswärts Party zu machen! Was natürlich nicht bedeuten soll, daß hier der Hund begraben liegt (Abgesehen von Muttis Garten). Zum Abchillen oder Gammeln hat man hier ein perfektes Plätzchen gefunden, und gerade weil manchmal Ebbe herrscht, werfen einige Verrückte eines schönen Tages für einen Moment Ihren Hirnschmalz an und gründen eine Linux UserGroup. Grundsätzlich scheinen die Stunden im eigenen Kämmerchen enorme Früchte zu tragen:  Unser Provinznest beherbergt eine Vielzahl von Musikern und ich vermute, daß es mehr besuchte Proberäume als Kneipen gibt. Abends entpuppen sich die totalen Loser, die man aus der Schule kennt , im Biergarten bei 2 Promille als wahre Philosophen und Denker.
Im Kindergarten zeigen die ersten Wachmalstift-Ausstellungen Werke, die es locker mit Van Gogh, Monet oder Mondrian aufnehmen könnten.  Man habt eben Zeit, sich den Kopf zu zerbrechen und neues, unbekanntes auszuprobieren, um still und heimlich seine kleine Psychose zu entwickeln.  Wahrscheinlich habe ich mich genau deshalb immer so wohl gefühlt: Wenn man Bock hatte, einfach an NICHTS denken zu müssen, hatte man schon die große Auswahl, das entweder in heimischen Wald, auf den Rheinwiesen inmitten von Schafskötteln oder in seiner Lieblingskneipe tat. Meistens traf man dann alle Buddys in der Kneipe, die den gleichen Gedanken hatten und am Rhein keinen Platz mehr fanden.

Gleich und gleich gesellt sich eben gern und manchmal kommen eben enorme Ergebnisse zustande, auch wenn man einfach nur beschliesst, sich gemeinsam zu besaufen.  Und genauso gehts dann nach einigen Donnergurglern auch los:

"Habe mir letztens die Suse geholt und komme damit voll nicht zurecht.." - " Du auch?? Ich war schon fast am verzweifeln.."
"Haste nicht Lust, am Wochenende mal vorbeizukommen...vielleicht können wir zusammen" - "jo, coole idee."
Und weil P. den T. kennt, bringt er ihn gleich mit, auf dem Weg treffen sie F., der ebenfalls was Neues hat und bei M. sitzt sein Bruder H., der einfach nur "gucken" will, weil er nicht zocken kann.
Schon sehr witzig, wenn man das Haus verläßt und etliche Leute trifft. So geht das eben, in meinem geliebten Provinznest.

© Fooba

Monheim am Rhein - Homepage